Über mich

Menschen und Hunde verstehen – statt nur Verhalten zu verändern

Menschen und ihre Hunde auf dem Weg zu einem harmonischen Miteinander zu begleiten, ist für mich weit mehr als ein Beruf. Es ist eine Aufgabe, die ich mit Überzeugung, Leidenschaft und großer Verantwortung ausübe.

Dabei geht es mir nicht darum, möglichst schnell ein einzelnes Problem „wegzutrainieren“. Viel wichtiger ist es für mich, zu verstehen, warum ein Hund sich so verhält, wie er sich verhält – und welche Rolle dabei der Mensch, die Umwelt und die gemeinsame Beziehung spielen.

Denn jeder Hund ist einzigartig. Und jedes Mensch-Hund-Team hat seine eigene Geschichte.

Deshalb gibt es für mich keine Lösungen nach Schema F. Training muss zum Hund, zum Menschen und vor allem zum gemeinsamen Alltag passen. Vertrauen, Verständnis, klare Kommunikation und gegenseitiger Respekt bilden für mich die Grundlage einer nachhaltigen Zusammenarbeit.


Mein Weg zum Hundetrainer und Sachverständigen

Mein beruflicher Weg verlief zunächst ganz anders.

Nach einer Ausbildung zum Kaufmann und einem Studium der Netzwerktechnik führte mich ein schwerer Unfall im Jahr 2008 zu einer beruflichen Neuorientierung. Da ich meinen ursprünglichen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben konnte, wagte ich 2009 den Schritt in die Selbstständigkeit.

Neben meinem PC-Service entwickelte sich jedoch zunehmend eine zweite Leidenschaft: die Arbeit mit Hunden.

Was zunächst mit persönlichem Interesse und ehrenamtlichem Engagement begann, wurde im Laufe der Jahre zu meiner eigentlichen beruflichen Aufgabe.

Der Anfang

Im Januar 2010 musste ich mich von meinem Hund Lumpi verabschieden. Dieser Verlust war für mich ein entscheidender Wendepunkt.

Ich begann, mich intensiv im Tierschutz zu engagieren und mein Wissen über Hunde kontinuierlich zu erweitern.

Von Anfang 2010 bis November 2010 war ich ehrenamtlich als Hundeausführer im Tierheim Olpe tätig.

Im Juli 2010 nahm ich den Pflegehund Gismo, einen Ratonero Bodeguero Andaluz, auf. Gismo galt aufgrund seines ausgeprägten Jagdverhaltens als schwer vermittelbar.

Die tägliche Arbeit mit ihm stellte mich immer wieder vor neue Herausforderungen. Ich musste lernen, Verhalten genau zu beobachten, Ursachen zu erkennen und Trainingsansätze individuell anzupassen.

Dabei entstand etwas, das meine spätere Arbeitsweise bis heute prägt:

Nicht jeder Hund braucht dasselbe Training. Entscheidend ist, den einzelnen Hund zu verstehen.

Da sich kein geeigneter Interessent fand, übernahm ich Gismo schließlich dauerhaft. Er blieb bis zu seinem Lebensende an meiner Seite.


Alles fing mit einem Gedanken an

Was kann ich als Hundetrainer anbieten – außerhalb eines Hundeplatzes?

Meine Antwort waren die Lernspaziergänge.

Ich wollte Hunde und ihre Menschen nicht nur auf einem abgegrenzten Trainingsplatz begleiten. Ich wollte dort trainieren, wo das Leben tatsächlich stattfindet:

draußen, unterwegs, in der Umwelt und mitten im Alltag.

So begann ich, Lernspaziergänge anzubieten.

Heute sind sie ein fester Bestandteil meiner Arbeit. Für mich sind sie weit mehr als gemeinsames Spazierengehen. Sie bieten die Möglichkeit, Hundeverhalten unter realen Bedingungen zu beobachten, Mensch-Hund-Teams unmittelbar zu begleiten und genau dort anzusetzen, wo im Alltag Schwierigkeiten entstehen.


Ehrenamt und praktische Erfahrung

Von September 2010 bis Dezember 2019 war ich ehrenamtlicher Pflegestellenleiter im Tierheim Olpe.

Dort sammelte ich umfangreiche Erfahrungen im Umgang mit unterschiedlichsten Hunden und unterstützte regelmäßig bei der Betreuung und Einschätzung von Hunden mit problematischem Verhalten.

Von November 2010 bis Juni 2013 absolvierte ich außerdem ein Praktikum und war als Assistenztrainer bei Roland Steckelbach, dem Leiter der Hundeschule Biggesee in Olpe, tätig.

Gemeinsam arbeiteten wir im Tierheim Olpe mit verhaltensauffälligen Hunden und begleiteten anschließend deren neue Halter durch Einzeltraining, Hausbesuche und Beratung.

Diese Zeit war für meine fachliche Entwicklung besonders wertvoll.

Denn Theorie ist wichtig – aber Verhalten wirklich zu verstehen lernt man vor allem durch Beobachtung, praktische Erfahrung und die Auseinandersetzung mit immer wieder neuen Situationen.


Ausbildung und Sachverständigenprüfung

2012 absolvierte ich den Vorbereitungskurs zur Ausbildung und Qualifikation als Hundetrainer bei Frank Rosenbaum.

Die Ausbildung umfasste unter anderem:

  • Ethologie und Verhaltensentwicklung des Hundes
  • Lerntheorien und Trainingsaufbau
  • Kommunikation und Aggressionsverhalten
  • Rechtskunde
  • Erste Hilfe am Hund
  • Betriebsführung und Marketing

Anschließend bereitete ich mich im Selbststudium intensiv auf die Prüfung zum amtlich anerkannten Sachverständigen vor.

Ende Mai 2013 legte ich vor dem damaligen Landesamt für Verbraucherschutz und Ernährung (LAVE) in Recklinghausen die mehrstündige Sachverständigenprüfung nach dem damaligen Prüfungsverfahren erfolgreich ab.


Anerkannter Sachverständiger

Seit Juli 2013 bin ich anerkannter Sachverständiger und Prüfer nach § 2 und § 4 DVO LHundG NRW.

Zu meinen Tätigkeiten gehören unter anderem:

  • Abnahme von Sachkundenachweisen
  • Prüfung von Maulkorb- und Leinenbefreiungen
  • Vorbereitung von Hunden auf die Verhaltensprüfung
  • Verhaltensanalysen und Einschätzungen
  • fachliche Beratung von Hundehaltern

Seit Juli 2013 bin ich hauptberuflich als Hundetrainer, Verhaltensberater und Sachverständiger tätig.


Meine Arbeit mit Hund und Mensch

Im Mittelpunkt meiner Arbeit stehen Hunde, bei denen Standardlösungen häufig nicht weiterhelfen.

Dazu gehören unter anderem:

  • Einzeltraining
  • Gruppentraining
  • Alltagstraining
  • Stadt- und Umwelttraining
  • Lernspaziergänge
  • Hausbesuche
  • Aggressionsverhalten
  • Angst- und Unsicherheitsverhalten
  • Hundehalter-Coaching
  • Vorbereitung auf die Verhaltensprüfung
  • Verhaltensanalysen
  • Videoanalysen
  • Körpersprache und Kommunikation
  • Impulskontrolle und Jagdverhalten

Mein Anspruch ist dabei immer derselbe:

Nicht nur den Hund verändern – sondern Mensch und Hund dabei unterstützen, sich gegenseitig besser zu verstehen.


Besondere Erfahrungen im Tierschutz

Von 2014 bis 2020 war ich in der Hundepension Berg tätig. Dort lag mein Schwerpunkt insbesondere auf schwierigen und behördlich beschlagnahmten Hunden.

2015 und 2016 begleitete ich gemeinsam mit NOAH – Menschen für Tiere e.V. den Schäferhund Hektor, der durch eine Sehbehinderung und motorische Einschränkungen besondere Anforderungen stellte, bis zu seiner erfolgreichen Vermittlung.

Ein weiterer prägender Abschnitt begann 2018 mit der Aufnahme einer neunjährigen Kuvasz-Retriever-Mix-Hündin.

Massive Verhaltensauffälligkeiten, gesundheitliche Probleme und ausgeprägte territoriale Aggression machten eine intensive und langfristige Arbeit notwendig.

Solche Erfahrungen haben meinen Blick auf Hundeverhalten nachhaltig verändert.

Sie haben mir immer wieder gezeigt, dass hinter auffälligem Verhalten häufig wesentlich mehr steckt, als auf den ersten Blick erkennbar ist.


Fortbildung gehört für mich zum Beruf

Hundeverhalten ist ein komplexes und sich ständig weiterentwickelndes Fachgebiet.

Deshalb gehören regelmäßige Fort- und Weiterbildungen für mich selbstverständlich zu meiner Arbeit.

Ich besuche sowohl von Tierärztekammern anerkannte Seminare als auch wissenschaftliche Online-Fortbildungen renommierter Referenten.

Meine fachlichen Schwerpunkte umfassen unter anderem:

  • Aggressionsverhalten
  • Verhaltensmedizin
  • Körpersprache
  • Lernverhalten
  • Bindung und Beziehung
  • Hormone und Verhalten
  • Impulskontrolle
  • Jagdverhalten
  • Osteopathie und Ganganalyse
  • aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse der Verhaltensbiologie

Zu den Referenten meiner Fortbildungen zählen unter anderem:

Dr. Udo Ganslosser, Dr. Friederike Range, Dr. Esther Schalke, Dr. Iris Mackensen-Friedrichs, Dr. Marie Nitzschner, Sophie Strodtbeck, Robert Mehl, Nora Brede, Sonja Meiburg, Sami El Ayachi, Alexandra Grunow und Anja Fiedler.

Darüber hinaus erweitere ich mein Wissen regelmäßig durch Fachliteratur, Lehrvideos und wissenschaftliche Veröffentlichungen.


Wenn der Alltag zum Trainingsplatz wird

Heute arbeite ich überwiegend dort, wo das Zusammenleben mit dem Hund tatsächlich stattfindet.

Bei Hausbesuchen, Lernspaziergängen, Umwelt- und Alltagstrainings erlebe ich Hund und Halter in Situationen, die für sie wirklich relevant sind.

Denn ein Hund muss nicht auf einem Trainingsplatz funktionieren.

Er muss mit seinem Menschen im Alltag zurechtkommen.

An der Straße.
Beim Spaziergang.
Bei Hundebegegnungen.
In der Stadt.
Im Kontakt mit Menschen.
Bei ungewohnten Situationen.
Und manchmal auch dort, wo es schwierig wird.

Genau dort setzt meine Arbeit an.


Mein Anspruch

Mehr als fünfzehn Jahre praktische Erfahrung im Tierschutz, in der Arbeit mit Familienhunden und insbesondere mit schwierigen Hunden haben meinen Blick auf Verhalten geprägt.

Ich möchte nicht einfach Symptome bekämpfen.

Ich möchte beobachten, verstehen, einschätzen und gemeinsam mit dem Hundehalter Lösungen entwickeln.

Dabei verbinde ich praktische Erfahrung mit fachlichem Wissen und wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Mein Ziel ist ein Mensch-Hund-Team, das nicht deshalb funktioniert, weil der Hund möglichst viele Kommandos beherrscht.

Sondern weil Mensch und Hund einander verstehen.

Verstehen statt bestrafen.
Beobachten statt vorschnell beurteilen.
Individuell statt Schema F.

Das ist die Grundlage meiner Arbeit.

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